Dinner Party bei SAT1: „Courage zeigen“ - Zivilcourage hat viele Gesichter!

„Wie würden wir reagieren, wenn jemand vor unseren Augen angegriffen wird?“ – mit dieser Frage begrüßt SAT1-Moderatorin Marlene Lufen die prominenten Talkgäste, die sich eine Stunde lang über die verschiedenen Facetten von Zivilcourage sowie mögliche Beweggründe, bei einem gemütlichen Abendessen austauschen. 

Neben Johannes Bachteler, Vorstandsvorsitzender der muTiger-Stiftung, sind auch Sebastian Krumbiegel – Sänger der Band „Die Prinzen“, der selbst Gewaltopfer geworden ist und sich nun öffentlich in Projekten zur Förderung von Zivilcourage engagiert, Manuela Droste – zivilcouragierte Mutter, die ihren Nachbarn vor einem bewaffneten Überfall gerettet hat, Sascha Bisley – ehemals inhaftierter Gewalttäter, der heute als Sozialarbeiter anderen Gewalttätern auf den richtigen Weg hilft – und Ralf Kramer – Schlaganfallopfer der bei vollem Bewusstsein mitbekam, wie zahlreiche Passanten an ihm vorbei gegangen sind, bis endlich jemand Ersthilfe geleistet hat – zu Gast in der Talkrunde, die wöchentlich jeweils ein gesellschaftlich relevantes und zukunftsorientiertes Thema diskutiert. Die Sendung soll den Zuschauern einen Blick über den Tellerrand bieten und ihnen Initiativen und Handlungsmöglichkeiten für eine lebenswerte Gesellschaft aufzeigen. In der Sendung unterhalten sich die Talkgäste darüber, wie man in Situationen, in denen jemand anderes Hilfe benötigt, richtig reagiert und einschreitet ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Die Gäste sind sich alle einig darüber, dass Zivilcourage in unserer heutigen Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Grund dafür ist unter anderem wohl auch die permanente „Informationsflut“ in den Sozialen Medien, durch welche die Menschen immer häufiger mit Gewalt konfrontiert werden, was sie schließlich „abstumpfen“ lässt. Gleichzeit ergeben sich in den Sozialen Netzwerken zahlreiche Gelegenheiten, sich „für“ oder „gegen“ etwas auszusprechen – eine sachliche und differenzierte Argumentation auf Augenhöhe, die "Graustufen" zulässt, bleibt dabei häufig auf der Strecke. 

Fazit: ob man Täter, Opfer oder Helfer ist hängt von verschiedenen Faktoren ab, die die grundsätzliche Einstellung des Menschen zu Gewalt prägen. Die Tatsache, dass aus Täter zivilcouragierte Helfer werden können, zeigt, dass Zivilcourage „lernbar“ ist. Eine frühe „Zivilcourage-Erziehung“ in Schulen könnte daher zu einer effektiven Gewaltprävention beitragen, das nötige Handwerkzeug und wertvolle Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Intervention im Ernstfall bieten hingegen die Kurse der muTiger-Stiftung. Denn es gilt: jeder kann immer im Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfe leisten und sollte nicht einfach wegschauen.