Zivilcourage im Alltag: muTiger-Trainerin Josephine Ategwa bei Hier und Heute
05. März 2026
Was bedeutet Zivilcourage – und wie kann sie im Alltag ganz konkret aussehen? Über diese Frage hat unsere Trainerin Josephine Ategwa im WDR-Format Hier und Heute gesprochen und wertvolle Einblicke aus der Praxis gegeben.
„Für mich ist Zivilcourage, mutig zu sein und auch in vielleicht etwas brenzligen Situationen seine eigene Angst zu überwinden, weil einem das Wohl seiner Mitmenschen so wichtig ist“, so Ategwa.
Im Interview macht sie deutlich: Zivilcourage beginnt oft im Kleinen. Entscheidend ist, aufmerksam zu sein, Situationen richtig einzuschätzen und bedacht zu handeln. Dabei steht immer das Opfer im Mittelpunkt – es geht darum, Unterstützung zu leisten, Sicherheit zu vermitteln und zu zeigen, dass niemand allein ist. Gleichzeitig gilt: Die eigene Sicherheit hat oberste Priorität. Insbesondere wenn potenziell gefährliche Situationen entstehen, etwa durch den Einsatz von Waffen, sollte Hilfe über Distanz erfolgen und die Polizei eingeschaltet werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Achtsamkeit im öffentlichen Raum, etwa im ÖPNV. Wer seine Umgebung bewusst wahrnimmt, kann kritische Situationen frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren – sei es durch Distanz, das Verlassen der Situation oder gezielte Unterstützung für Betroffene.
Zivilcourage erfordert dabei keine körperliche Stärke. Oft sind es Worte und kleine Gesten, die den Unterschied machen: das Ansprechen einer betroffenen Person, das bewusste Dazugehen oder das Absetzen eines Notrufs.
Der Beitrag mit Josephine Ategwa zeigt eindrücklich: Jeder Mensch kann Zivilcourage zeigen – verantwortungsvoll, umsichtig und mit Blick für das Gegenüber.
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