15 Jahre muTiger-Stiftung
Die muTiger-Stiftung für Zivilcourage feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die KÖTTER Unternehmensgruppe verfolgt sie ein klares Ziel: Menschen dazu befähigen, in schwierigen Situationen nicht wegzusehen, sondern mutig und besonnen zu handeln.
Was damals als gemeinsame Initiative begann, ist heute eine etablierte Stiftung mit wachsender Reichweite und gesellschaftlicher Relevanz.
Von den ersten Trainings zur breiten Wirkung
Schon ein Jahr nach der Gründung starteten die ersten Trainings – zunächst mit Auszubildenden, heute mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen. Was klein begann, entwickelte sich stetig weiter: von 38 Trainings im Jahr 2012 auf zuletzt 136 Trainings im Jahr 2025.
Insgesamt wurden bis heute über 1.800 Trainings mit mehr als 18.500 Teilnehmenden durchgeführt.
Dabei richtet sich das Angebot längst nicht mehr nur an Unternehmen. Schulen, soziale Einrichtungen, Krankenhäuser oder Initiativen aus dem Ehrenamt sind heute ebenso Teil des Netzwerks.
Inhalte, die mit der Zeit gehen
Im Kern geht es um Zivilcourage – doch die Themen haben sich weiterentwickelt. Neben klassischen Trainingsformaten spielen heute auch Fragen rund um Achtsamkeit, Empathie, Cybermobbing, häusliche Gewalt oder Rassismus eine wichtige Rolle.
Ein wichtiger Meilenstein ist das Projekt muTiger-Schule, das seit 2023 mit Unterstützung der RAG-Stiftung umgesetzt und weiterentwickelt wird.
Auch die Erweiterung auf neue Zielgruppen zeigt den Anspruch, möglichst viele Menschen zu erreichen: So gibt es beispielsweise spezielle Trainings für sehbehinderte und blinde Menschen oder für Mitarbeitende in der Suchthilfe und in der Kinder- und Jugendhilfe.
Partnerschaften als Grundlage des Erfolgs
Die Entwicklung der Stiftung ist eng mit starken Partnern verbunden. Früh kamen Kooperationen mit Unternehmen, Bildungsinstitutionen und öffentlichen Einrichtungen hinzu. Unterstützt wird die Arbeit unter anderem durch die Deutsche Postcode Lotterie und die Peter-Schorr Stiftung sowie weitere Fördernde, die das Engagement langfristig begleiten.
Auch die kontinuierliche Erweiterung des Trainerinnen- und Trainerpools hat dazu beigetragen, die steigende Nachfrage zu bedienen und neue Formate zu ermöglichen.
Herausforderungen gemeistert und neue Wege gegangen
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie flexibel die Stiftung arbeitet. Während der Pandemie mussten Trainings kurzfristig pausieren, gleichzeitig wurden digitale Formate aufgebaut und erfolgreich etabliert.
Diese Entwicklung prägt die Arbeit bis heute: Analoge und digitale Trainings ergänzen sich und ermöglichen mehr Reichweite und Zugänge.
Sichtbarkeit und öffentliche Wahrnehmung
Mit zunehmender Erfahrung wächst auch die öffentliche Aufmerksamkeit. Beiträge im Fernsehen, unter anderem beim WDR, bei RTL und dem ARD-Morgenmagazin, sowie eine geplante Dokumentation zeigen das Interesse an der Arbeit der Stiftung.
Das Thema Zivilcourage erreicht damit nicht nur Teilnehmende in den Trainings, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit.
15 Jahre – und der Blick nach vorn
Das Jubiläum ist ein Anlass, die vergangenen Jahre zu würdigen und gleichzeitig nach vorne zu schauen. Die gesellschaftlichen Anforderungen verändern sich, und damit auch die Aufgaben einer Stiftung wie muTiger.
Klar ist: Es braucht weiterhin Menschen, die hinschauen, Verantwortung übernehmen und sich einbringen. Die muTiger-Stiftung wird auch in Zukunft daran arbeiten, genau diesen Mut zu stärken.
15 Jahre muTiger-Stiftung stehen für Engagement, Entwicklung und Wirkung – und für die Überzeugung, dass Zivilcourage lernbar ist.