„Ich kann etwas tun, auch wenn ich mich vielleicht unsicher fühle“

Was macht eigentlich eine muTiger-Trainerin? Irmlind gibt Einblicke in ihre Arbeit, erzählt, was sie selbst aus den Trainings mitnimmt und warum sie die Tätigkeit im muTiger-Trainerteam schätzt.

Wenn Irmlind gemeinsam mit einer Co-Trainerin vor einer Gruppe steht, geht es nicht darum, einfach eine Präsentation über Zivilcourage zu halten. Stattdessen werden Situationen aus dem Alltag durchgespielt, unterschiedliche Reaktionen ausprobiert und gemeinsam besprochen. Denn wenn es darauf ankommt, hilft es, vorher einmal darüber nachgedacht zu haben, was man selbst tun kann. „Als muTiger-Trainerin geht es für mich vor allem darum, Menschen zu zeigen: Ich kann etwas tun, auch wenn ich mich vielleicht unsicher fühle“, sagt Irmlind.

Zivilcourage praktisch erleben

Die muTiger-Trainings setzen deshalb auf praktische Übungen und konkrete Alltagssituationen. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich damit, wie sie schwierige Situationen erkennen, welche Möglichkeiten sie haben und wann es sinnvoll ist, Unterstützung zu holen.

 

Für Irmlind macht genau das den Reiz der Tätigkeit aus. Keine Gruppe ist gleich. Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen mit und reagieren entsprechend unterschiedlich auf kritische Situationen. „Ich nehme jedes Mal etwas anderes mit“, erzählt sie. Die Trainings seien auch für sie selbst immer wieder eine Erinnerung daran, genauer hinzusehen. „Man lernt dabei nicht nur, Courage zu vermitteln, sondern entwickelt auch selbst immer mehr Sicherheit darin, sie zu zeigen.“

 

 

 

Auch die Trainer*innen lernen dazu

Zum Traineralltag gehört deshalb nicht nur die Arbeit mit den Teilnehmenden. Auch der Austausch im Team spielt eine wichtige Rolle. Die Zusammenarbeit mit den Co-Trainer*innen und die Gespräche nach und während der Trainings geben immer wieder neue Impulse.

 

Für Irmlind ist die Tätigkeit deshalb mehr als die Vermittlung von Zivilcourage. Sie bietet auch die Möglichkeit, sich selbst weiterzuentwickeln. Vor Gruppen zu sprechen, auf Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Erfahrungen einzugehen und auch in herausfordernden Situationen ruhig und handlungsfähig zu bleiben, gehört für sie dazu. Gleichzeitig kann sie das weitergeben, was sie selbst gelernt hat.

 

„Man gibt Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand, mit denen sie in schwierigen Situationen sicherer handeln können“, beschreibt sie einen wichtigen Teil ihrer Arbeit.

Warum muTiger-Trainer*in werden?

Wer sich für die Tätigkeit interessiert, sollte deshalb nicht nur Freude daran haben, mit Menschen zu arbeiten. Gefragt sind auch Offenheit, die Bereitschaft zur Reflexion und die Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Gruppen und Situationen einzustellen.

 

Für Irmlind liegt genau darin die besondere Verbindung: „Für mich verbindet die Tätigkeit persönliches Wachstum mit gesellschaftlichem Engagement.“

 

Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Erfahrungen aus einem muTiger-Training: Zivilcourage beginnt nicht erst dann, wenn eine schwierige Situation entsteht. Sie beginnt damit, sich mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen und zu wissen, welche Möglichkeiten man hat.

 

Du möchtest mehr über die Arbeit als muTiger-Trainer*in erfahren? Wir freuen uns über Menschen, die unser Trainerteam verstärken möchten.